Kieler Woche Veranstaltung 2025

Staatssekretär Johannes Albig
© Wolfgang Mädel

Wie schon im vergangenen Jahr fand auch unsere 29. Veranstaltung zur Kieler Woche in der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit statt. Unser Vorsitzender Jürgen Müller begrüßte über 70 Teilnehmer/innen im Konferenzsaal.

Das Thema des Abends lautete: „Wie weit sind wir in Schleswig-Holstein mit der Umsetzung des Rechts von Menschen mit Behinderungen auf Teilhabe an Ausbildung und Arbeit? – Bestandsaufnahme und Perspektiven “

Staatssekretär Johannes Albig vom Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein berichtete von aktuellen und geplanten Initiativen des Landes zu Inklusion und Teilhabe. Zentrale Aussagen waren: „Die Teilhabe am Arbeitsleben ist ein zentrales Element gesellschaftlicher Zugehörigkeit. Sie schafft Selbstbestimmung, Wertschätzung und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Für Menschen mit Behinderungen ist der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt jedoch immer noch mit Hindernissen verbunden – trotz aller Fortschritte und trotz eines massiven und zunehmenden Fachkräftebedarfs. Deshalb setzen wir als Sozialministerium einen klaren Schwerpunkt: Wir fördern gezielt den Übergang von Menschen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmarkt. Denn dort, im regulären Beschäftigungssystem, entscheidet sich, ob Teilhabe wirklich gelingt. Das Land Schleswig-Holstein steht hier in der Verantwortung – und nimmt diese Verantwortung ernst.“

In der anschließenden Diskussion unter Beteiligung von Johannes Albig, sowie dem Leiter des Amtes für Soziale Dienste Kiel, Arne Leistner, der Regionaldirektion Nord der BA, Herrn Peter Gorzkulla-Luedemann und dem Schulleiter der Schule an den Eichen, Kai Dawitscheck, wurde das Thema der letzten Kieler-Woche-Veranstaltung, nämlich die Hilfen für junge Menschen mit Behinderung am Übergang von der Schule ins Berufsleben, noch einmal aufgegriffen. Erfreut nahmen die Anwesenden die Zusage von Staatssekretär Albig zur Kenntnis, dass das im letzten Jahr vorgestellte Projekt ÜSB-INKLUSIV zumindest bis Ende 2025 vom Ministerium weiter finanziert werde und dass man sich gemeinsam mit dem Bildungsministerium und der Agentur für Arbeit für eine Folgefinanzierung einsetze. Alle Diskutanten betonten aus ihrer jeweiligen Sicht die Notwendigkeit, die aufgebauten Strukturen zu erhalten. Nur in intensiver Kooperation zwischen Schulen, Agentur für Arbeit,

Integrationsfachdiensten, Eingliederungshilfe und Betrieben könne es gelingen, die Teilhabe am Arbeitsmarkt auch für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung sicherzustellen.

Die Diskussion führte in gewohnter Art unser stellvertretender Vorsitzender Bernd Prezewowsky, so dass auch viele Fragen und Wortbeiträge aus dem Plenum in die Debatte einflossen. Beim anschließenden Imbiss wurde rege weiterdiskutiert.

Großen Dank an die Verantwortlichen bei der Regionaldirektion, für ihre Gastfreundschaft, der perfekten Vorbereitung der Räumlichkeiten und der Zusage in 2026 wieder Gast der Bundesagentur zu sein für unsere dann 30. Veranstaltung.

Bernd Prezewowsky führt durch die Veranstaltung
© Wolfgang Mädel
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